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Flood the Feed with Facts

Für eine informierte Demokratie und ein resilientes Wissenschaftssystem

Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Mitgliederversammlung

des Vereins „Wissenschaft für Demokratie – Wir für dich e.V.“

am 11. März 2026 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle (Saale)

Demokratie lebt von informierter Öffentlichkeit. Wissenschaft lebt von Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und institutioneller Stabilität. Beides steht unter Druck: politisch, kommunikativ und strukturell.

Mit der Veranstaltung „Flood the Feed with Facts“ schaffen wir Raum für Austausch, Strategie und Vernetzung. Im Mittelpunkt stehen zwei Perspektiven, die zusammengehören: demokratische Resilienz und wissenschaftliche Resilienz.

Programm

16:00 Uhr – 16:15 Uhr

Vorstellung des Vereins „Wissenschaft für Demokratie – Wir für dich e.V." und Einordnung der Demokratieoffensive „Flood the Feed with Facts"

16:15 Uhr – 17:00 Uhr

Session 1: Social Media und Demokratie

Demokratische Öffentlichkeit entsteht heute zu einem großen Teil online. Desinformation, Polarisierung und algorithmische verstärkte Empörung stellen demokratische Diskurse vor neue Herausforderungen.

Impulsvortrag mit anschließender Diskussion:

  • Wie funktioniert Social Media als politisches Machtinstrument im Wahlkampf?
  • Welche Formate erreichen Menschen wirklich – plattformgerecht und zielgruppenorientiert?
  • Welche Verantwortung tragen wir als Institutionen, Organisationen und demokratische Zivilgesellschaft?

Ziel ist es, zu zeigen, wie Social Media heute als politisches Instrument eingesetzt wird, warum digitale Räume entscheidend sind und Mitstreiter:innen zu gewinnen, die gemeinsam demokratische Sichtbarkeit schaffen.

17:00 Uhr – 18:00 Uhr

Session 2: Resiliente Wissenschaft – Strategien für ein widerstandsfähiges Wissenschaftssystem

17:00–17:25 Uhr: Vorstellung des Leitfadens zur Demokratiestärkung an der TU Dresden, Anja Wiede, TU Dresden, digitale Zuschaltung

17:25–17:55 Uhr: Hochschule in der ungesicherten Demokratie, Justus Henke, Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg

 

Demokratische und wissenschaftliche Resilienz sind eng miteinander verbunden. Eine starke Demokratie braucht eine starke Wissenschaft und umgekehrt. Doch das Wissenschaftssystem selbst ist zunehmend gefordert: politische Einflussversuche, Vertrauensverluste, Angriffe, Polarisierung und Ressourcenknappheit.

Mit Blick auf Sachsen-Anhalt fragen wir:

  • Welche Strategien verfolgen Wissenschaftsorganisationen zur Stärkung demokratischer Resilienz?
  • Wie sichern die Wissenschaftsorganisationen ihre Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit?
  • Welche Governance- und Kommunikationsstrukturen erhöhen die Reaktionsfähigkeit?
  • Wo bestehen rechtliche und strukturelle Lücken und wie könnten diese geschlossen werden?

Ziel ist es, Ansätze sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und gemeinsame Entwicklungsperspektiven zu identifizieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsmanagement, Wissenschaftspolitik sowie zivilgesellschaftliche Akteure.